7. Oktober 2025 – Welttag für menschenwürdige Arbeit
Wer in prekären Verhältnissen arbeitet, muss mit einem hohen Risiko leben und wird auf vielfältige Weise benachteiligt. Häufig reicht das Einkommen aus prekärer Arbeit nicht aus, um die Existenz zu sichern. Auch in Deutschland leben Menschen in Armut, obwohl sie einer regulären Arbeit nachgehen. Dazu kommt: Ihre Arbeitsverträge sind oft befristet, selbst mit diesem geringen Einkommen können sie nicht sicher planen.
Prekär Arbeitende können ihre Rechte nicht in vollem Maße wahrnehmen und durchsetzen, sie haben nicht den gleichen sozialen Schutz. Denn in vielen Fällen sind sie nicht oder nur eingeschränkt arbeits- und sozialrechtlich abgesichert. Auch tarifliche Regelungen kommen nur eingeschränkt oder gar nicht zur Anwendung. Man schätzt, dass in Deutschland etwa 20% zeitweise und zirka 12% dauerhaft prekär beschäftigt sind.
Wir als KAB wollen uns dauerhaft für das Thema „menschenwürdig statt prekär – wertvoll arbeiten“ einsetzen. Damit die Seelsorge der Kirche auch in Zukunft ihre Berechtigung und Relevanz behält, ist unser Einsatz für menschenwürdige Arbeit und für die arbeitenden Menschen von größter Bedeutung. Er muss daher mit allen Mitteln gefördert werden. Denn ohne Einsatz für Gerechtigkeit, auch in der Arbeitswelt, fehlt der christlichen Glaubensverkündigung gemäß der biblischen Tradition ihr Kern und sie ist somit nicht glaubwürdig.